Hagen bäumt auf
Jahrestag Orkan Kyrill zum 5. Mal
Genau fünf Jahre nach Orkan Kyrill hat sich Hagens Wald wieder etwas erholt. Am 18. Januar 2007 war der Orkan mit Windstärken von bis zu 225 Kilometern pro Stunde über Nordrhein-Westfalen hinweggefegt und hatte große Teile des Waldes zerstört.
Von 7000 Hektar Wald insgesamt gehören 1750 der Stadt Hagen, der Rest ist in Privatbesitz. Zehn Prozent dieser Fläche hatte Kyrill zerstört - allein im städtischen Wald stand auf 130 Hektar kein Baum mehr. Wir von 107.7 Radio Hagen gründeten deshalb gemeinsam mit anderen engagierten Hagenern den Förderverein für den Hagener Stadtwald. Unter dem Motto "Hagen bäumt auf" gab es am ersten Jahrestag des Orkans den ersten Pflanztag. In vielen weiteren Aktionen haben wir bis heute 150 000 junge Buchen gemeinsam mit unseren Hörern gepflanzt. Inzwischen können auch die Forstfachleute dem Orkan etwas Positives abgewinnen: Er hat auch Platz für Naturverjüngung geschaffen - auf vielen Flächen lässt man inzwischen wachsen, was sich hier in unseren breiten heimisch fühlt. So geschieht der Umbau vom reinen Nadel- zum Mischwald mit vielen Laubbäumen auf ganz natürliche Art. Im Anschluss sehen Sie einige der schönsten Fotos von unserer Aktion.
Die Aktiven des Fördervereins für den Hagener Stadtwald „Hagen bäumt auf" haben sich aber auch für dieses Jahr wieder einiges vorgenommen: Einzelheiten zu den geplanten Aktionen erfahren Sie wie immer zeitnah im lokalen Programm von 107.7 Radio Hagen.
Für den Wald spenden kann man aber auch unabhängig von Aktionen vor Ort - ganz einfach das Geld auf das Konto Sparkasse Hagen - Kontonummer: 100 168 000 - Bankleitzahl: 450 500 01 einzahlen oder Mitglied werden beim Förderverein http://www.hagener-stadtwald.de/
Mehr zur Aktion Hagen bäumt auf hier….
Bürgerpreis der Sparkasse - eine der begehrten Auszeichnungen geht an den Förderverein für den Hagener Stadtwald! Hagen, 18. Januar 2007: Im Minutentakt warnen Feuerwehr und Lokalradio die Menschen davor, auf die Straße zu gehen. Wer kann, soll da bleiben, wo er sich gerade befindet. Denn: Der Orkan Kyrill fegt über unser Bundesland, und besonders heftig tobt er sich über Hagen aus. Am nächsten Morgen dann das böse Erwachen: Nichts sieht mehr so aus wie vorher, ganze Waldstücke sind einfach nicht mehr da, auf weit mehr als tausend Hektar steht kein einziger Baum mehr - Totalschaden. Und das in der waldreichsten Großstadt Nordrhein-Westfalens. Den Schaden wieder zu beheben, wird Jahrzehnte dauern. Und wird die heillos verschuldete Stadt viel, viel Geld kosten - das sie natürlich nicht hat. Das war die Geburtsstunde der Aktion „Hagen bäumt auf". Das Team des lokalen Radiosenders 107.7 Radio Hagen hatte sich gesagt: Da müssen wir helfen, schließlich gehört der Wald - jedenfalls der kommunale - uns allen. Wenn wir uns dort auch in Zukunft noch erholen wollen, spazieren gehen, wandern, Rad fahren, reiten, unseren Kindern die Natur zeigen wollen, dann müssen wir jetzt etwas tun. Gemeinsam mit Horst Heicappell, Michael Knaup und dem Team des Forstamtes und anderen engagierten Hagenern, allen voran der damalige Hasper Bezirksvorsteher Jochen Weber, wurde der Förderverein für den Hagener Stadtwald gegründet. Die Hörer von 107.7 Radio Hagen suchten bei einem Wettbewerb einen griffigen Namen für die Wiederaufforstungsaktionen, die folgen sollten, und die Wahl fiel schließlich auf „Hagen bäumt auf". Am 18. Januar 2008, genau ein Jahr nach Kyrill, lud der Förderverein zum ersten Aufbäumen ein. Für einen Euro brachten hunderte naturbewußte Hagener, die den Wiederaufbau des Hagener Stadtwaldes genauso wichtig fanden wie die „Hagen-bäumt-auf"-Gründer, junge Buchensetzlinge in die Erde. Und zwar zuerst in einem Gebiet an der Hinnenwiese, denn dort hatte Kyrill besonders heftig zugeschlagen. Weitere Pflanztage folgten, viele Hagener kamen und halfen, und so konnten bereits Flächen an der Hinnenwiese, an der Hasper Talsperre, in Hohenlimburg und im Fleyer Wald wieder mit jungen Bäumchen bestückt werden. Kleine und große Spender haben seitdem über 50 000 Euro für den Umweltzweck gespendet, ein großes Stück des kommunalen Waldes konnte so schnell und effektiv wieder aufgeforstet werden. Und vor allem nachhaltig, denn das ist das Ziel des Vereins und der Aktion „Hagen bäumt auf": Langsam wachsende, tiefer wurzelnde Laubbäume sollen demnächst die Wälder in unserer Stadt bilden. Sie werden den nächsten Stürmen besser trotzen als die schnellwachsenden Fichten, und so bleibt der Wald auch für künftige Generationen erhalten. Der Bürgerpreis der Sparkasse wurde diesmal unter dem Motto „Umwelt schützen - Zukunft sichern" ausgelobt und ist insgesamt mit 9000 Euro dotiert. Der Förderverein für den Hagener Stadtwald erhält den zweiten Preis in der Kategorie Gruppen/Projekte. Darüber freuen sich die Vereinsgründer und die Ideengeber von 107.7 Radio Hagen, aber eigentlich gehört die Auszeichnung allen Hagenern, die sich für den Wiederaufbau und Erhalt unseres Stadtwaldes eingesetzt haben.
Noch mehr Informationen finden Sie hier:
http://www.hagener-stadtwald.de/










































































































