Prävention bei Zecken
Neue Tipps zur Zecken-Prävention
Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter - Das sind für Menschen Jahreseinteilungen, nach denen sie sich richten. Der gemeine Holzbock, von uns meist Zecke genannt, schert sich nicht darum. Die Zecke überträgt Krankheiten wie Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) und Borreliose. Sobald für ein paar Tage die Temperaturen die Acht-Grad-Grenze überschreiten, müssen Spaziergänger vor und nach dem Waldgang auf einiges achten. Prof. Dr. Jochen Süss, Leiter des „Nationalen Referenzlabors für durch Zecken übertragene Krankheiten" hat 107.7 Radio Hagen einige Tipps gegeben, wie die Krankheitsgefahr vermindert werden kann. So sollten Spaziergänger helle Kleidung tragen, um die kleinen Spinnentiere besser entdecken und die Hauptwaldwege benutzen, anstatt im Dickicht umherzustreifen. Außerdem ist es wichtig, sich nach jedem Naturaufenthalt gründlich abzusuchen, da Zecken sich noch zwei bis sieben Stunden bewegen, ehe sie sich am Körper festsaugen. In Nordrhein-Westfalen ist Vorsorge besonders wichtig, da ca. 30 % der Landesfläche bewaldet sind. Von der Stiftung Warentest gibt es Untersuchungen zu wirksamen Repellents, dass sind Mittel die den gemeinen Holzbock abschrecken. Für sehr wichtig hält Prof. Dr. Süss die Impfung gegen FSME, besonders wenn man in den Urlaub fährt, da es Gebiete gibt, in denen die Hirnhautentzündung besonders häufig vorkommt. Im Falle einer Erkrankung an Borreliose tritt in 60 % der Fälle eine Wanderröte auf, dass bedeutet um die Stichstelle der Zecke bildet sich ein roter Kreis. Aber auch, wenn nach einem entdeckten Zeckenbiss plötzlich Fieber auftreten sollte, ist höchste Vorsicht geboten und der Gang zum Arzt unbedingt erforderlich. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 60-80.000 Personen an Borreliose und ca. 250-300 Personen an FSME. Zur Hysterie gibt dies allerdings keinen Anlass, laut Dr. Süss ist genügend Wissen vorhanden, um bei der Beachtung von einigen Tipps die Fallzahl erheblich eindämmen zu können.

